Hjassir "Snapvis" Fjoreson 
ehemaliger Hetmann des Roten Stier

Hjassir Fjoreson ist heute der Hetmann des Stiers und ein auch bei anderen Sippen angesehener Hersir. Doch noch vor wenigen Jahren zog er als heimatloser Söldner durch die Lande, der wegen Totschlags das Svearreich hatte verlassen müssen.

Durch Geschick im Kampf, seine unverfrorene Dreistigkeit und geradezu unverschämtes Glück machte er sich bald einen Namen, der viele Männer und  Frauen dazu brachte, sich in der Hoffnung auf Beute und Ruhm um ihn zu scharen.

Die Leute des Roten Stiers nannten ihren Hetmann bald liebevoll Snapvis, was etwa soviel bedeutet wie "Schnorrer auf Futtersuche". Eine Eigenschaft die Hjassir neben Nahrung auch auf Kleidung und Waffen bis hin zu südländischen Militärtiteln anzuwenden weiß. Es heißt wenn Snapvis ohne Silber, Kleidung und Waffen ein fremdes Lager betritt so verlässt es noch am selben Abend gesättigt, in edlem Gewand mit vollem Silberbeutel und einer Frau in jedem Arm (Anmerkung eines Augenzeugen).

Entsprechend  diesem Spitznamen benannte Hjassir seine Heimstatt auf Fjoreholm, wo sich der Stier vor einigen Jahren ansiedelte, die "Snapvisborg". Neben seinem unsäglichen Glück und der Fähigkeit fremden Besitz an sich zu ziehen (ohne zu stehlen) ist Hjassir auch für sein ungestümes Wesen bekannt. Keine feindlich Schlachtreihe lässt sich finden die nicht vom Roten Stier, mit Hjassir an der Spitze durchbrochen wurde.... ab und an schloss sich die gegnerische Schlachtreihe aber auch BEVOR Hjassirs Männer nachziehen konnten. 
Doch durch seine Fähigkeit zu überleben und die Gerissenheit einiger Nordleute kehrte er noch jedes mal heil zurück ohne jemals ein Wehrgeld zahlen zu müssen.
Bei der ersten Fahrt nach Nyland wählte der Thing der Hetleute Hjassir zu ihrem Heerkönig, der sie in dort zu Ruhm und Beute führen sollte. In diesem Sommer fügte das Heer der Nordleute der sogenannten "Allianz" eine bittere Niederlage zu.

Mittlerweile hatte Hjassir sich offensichtlich die ärgsten Hörner abgestoßen und sein Eheglück gefunden. Sein Weib Enodia Naudirsdotter gebar ihm im Laufe der nächsten Jahre zwei Söhne, Erland und Fjore.

Doch dieser unvergleichliche Aufstieg hatte auch Neider geweckt, die heimlich gegen Hjassir hetzten. Obwohl er im Feld keinen Gegner fürchte, mangelte es Hjassir doch etwas an diplomatischem Feingefühl, und so verfing er sich im Netz übel gesonnener Intriganten, die ihm Eidbruch vorwarfen.
Hjassir blieb nur die Möglichkeit, seinen Namen im Holmgang reinzuwaschen oder fortan in Schande zu leben. Also forderte er Eydir auf dem Winterthing zum Zweikampf. Als sie sich im Haselring gegenüber traten, gewann Hjassir schnell die Oberhand, und fügte seinem Gegner rasch mehrere stark blutende Wunden zu. Doch dann glitt er im Schnee aus, und stürzte.

So endete Snapvis…