Luca Pasakson
Knecht

Luca wurde in der Nähe der Stadt Praha geboren, wo er in einem kleinen Dorf außerhalb der Stadt aufgewachsen ist. Seine Mutter starb als er fünf Jahre alt war als sie sein siebtes Geschwisterchen zur Welt brachte leider. Sein Vater, ein Langfinger und mit allen Wassern gewaschen, wurde der Kopf abgeschlagen als Luca acht war. Er hatte einem Vogt probiert seine Geldbörse auf dem Abort zu klauen. Weil ihm aber schon eine Hand abgeschlagen wurde, hatte er immer mehr Probleme anderen Bürgern in die Tasche zu greifen nur dieses mal war es sein letztes mal gewesen wo er es Probiert hatte.

Nach dem die sieben Geschwister nun auf sich selbst gestellt sind hat Alfred, der älteste der Kinder das sagen gehabt, schickte alle, die alt genug waren zum Arbeiten. So fing Luca mit acht Jahren an zu Arbeiten. Er hat sich als erstes auf einem Bauernhof als Stalljunge probiert dies hatte er auch zwei Sommer lang tun können, doch dann kam der Krieg übers Land und der Hof viel einem Trupp Spießer in die Hände die sich in vollen Zügen über alles hermachten was sie in die Finger bekamen.

Luca probierte in die Stadt zu flüchten doch bevor er überhaupt ankam wurde er von einem schmierigen Menschenhändler aufgegriffen, der in ihm nur Bares Silber sah und ihn direkt auf seinen Karren setzte und mitnahm. Auf seiner Fahrt erzählte der Menschenhändler Luca, wie er zu sein hat und was einen guten Jungen alles ausmacht. Dies prägte Luca so sehr das er es bis heute nicht abgestellt hat. Es wurde ihm gesagt, dass er verkauft wird und dann ein schönes Leben bei einer Herrin oder Herrn hat die ihm Aufgaben erteilen die er so gut er es kann erfüllen muss. Wenn er dies nicht tut, würde er geschlagen und kein essen bekommen für viele Tage und Nächte.

Luca kam an einen Baron, der ein Heer von Männern unter sich hatte und sehr streng war. Die ersten paar Monde ging eigentlich alles gut er wurde nur wenig geschlagen und hat auch immer genug zu essen gehabt. Doch dann änderte sich die Stimmung des Barons und er lies sein Gemüt an Luca aus der fast täglich darunter leiden musste. Eines Tages hatte es Luca sattgehabt und schnappte sich alles, was er hatte. Er war jetzt knapp 14 Jahre alt und bereit für was anderes. 

Als er so am Wegesrand ging und darüber nachdenkt ob es nicht falsch gewesen sei den Baron zu verlassen hörte er Pferdehufe hinter sich die einen Karren ziehen. Er drehte sich um und konnte erkennen, wie ein Tross aus vielen Karren auf ihn zu kam. Er hielt inne und schaute sich an wer da genau ankommt. Nach ein paar Augenblicken konnte er sehen das es ein Tross aus Gauklern, Händlern und Spielleuten war. Er ging weiter da er wusste, dass sie ihn bald eingeholt haben.

Als sie ihn so langsam aber sicher einer nach dem anderen überholten fragte auf einmal eine Stimme die von einer etwas älteren Dame her kam was er denn so alleine auf der Straße macht. Luca schaute sie an - es war ein wettergegerbtes Weibsgesicht in das er sah - aber erkannte dass sie nichts Böses in sich hatte und deshalb erzählte er ihr seine Geschichte. Sie hörte sich alles seelenruhig an. Als Luca fertig damit war fragte sie ihn ob er nicht Lust hätte bei ihr im Zuber anzufangen; er würde viel von der Welt kennenlernen und sie würde ihn auch bezahlen. So was hatte Luca vorher noch nie von jemandem gehört: er würde für seine Arbeit bezahlt? Bis jetzt hat er doch immer nur Essen und einen Platz im Stall zum Schlafen bekommen. Er nickte der alten Dame zu, setze sich hinten auf den Karren und fuhr mit ihnen mit zur nächsten Stadt.

Er erlebte viel auf seinen Reisen aber eines vergaß er nie. Immer seine Chefin als Herrin anzusprechen, so zu behandeln und immer alles genauso zu tun, wie sie es gesagt hat. Es waren die schönsten Jahre seines Lebens er lernte es sich in fremden Städten schnell zurechtzufinden und Kontakte zu knüpfen. Er lernte die Sprache der Gasse was ihm so manche Türe öffnete aber auch so manchen Ärger einhandelte. Nach ein paar Jahren fing es an das er eine Art Eigenleben führte. Das eine lebte er im Zuber, wo er alle möglichen Leute waschen und massieren musste und das andere war in den Tavernen der Städte, wo er anfing Dinge unter der Hand zu verkaufen und zu handeln. Doch eines Jahres fingen die Geschäfte im Zuber an zu stocken, nur sehr wenige konnten es sich leisten in den Zuber zu gehen um sich zu waschen. Die meisten hatten noch nicht einmal Kupfer um sich Rüben zu kaufen. Es war eine schlimme Zeit und die Herrin musste sich umschauen wo sie am besten hinfahren könne um noch Kupfer und Silber zu bekommen. Da kam ihr die Idee die Reise in die Welt der Lesath zu bestreiten. Sie hatte gehört, dass es dort ein kleines Städtchen gibt und das es dort noch keinen Zuber gäbe. Das war die Rettung dachte sie. Ihre Bediensteten waren froh das es bald wieder bergauf gehen würde. Doch so war es nicht. Die Reise zu den Lesath war schwer und sehr teuer. Die Löhne blieben immer mehr aus und so hat Luca öfters nachts gehungert und gefroren.

Als Luca endlich die Welt der Lesath erreicht hatte bauten alle den Zuber der Herrin auf und haben mit Vorfreude darauf gehofft das die Auftragsbücher voll werden und sie gar nicht mehr nachkommen mit der Arbeit. Und so war es auch die Fässer waren von morgens bis tief in die Nacht voll gewesen und das Geld fiel reichlich in den Beutel seiner Herrin. Als das Fest am Samstagabend vorbei war und sie ihren Lohn bekommen sollten sagte die Herrin dass es keinen gäbe, da die Ausgaben zu hoch wären. Sie hätte das Holz extra kaufen müssen da es so geregnet hat die ganzen Tage und dadurch unbrauchbar wurde. Dann müsse sie mit Leuten aus der Zusammenkunft über das Wasser was wir brauchten handeln da es vor ihrem Lager geschöpft wurde und dafür dann auch noch Münzen bezahlen müssten.

Es war ein mühevoller Akt gewesen mit der Herrin über seinen Sold zu diskutieren da er ja immer noch so erzogen wurde dass egal was die Herrin sagte es so sei und er den Mund halten solle. Doch diesmal nicht dachte sich Luca und nahm sein Hab und Gut was er hat und verschwand nachts aus seinem Zelt.

Nun war er wieder alleine, er hatte ein paar schöne Jahre gehabt und brauchte aber jetzt wieder eine Anstellung. Viele Gespräche hat er im Zuber belauscht und immer wieder gehört wie die großen Herren über ihre Knechte redeten und was sie doch alles Tolles für sie machen würden. Da kam Luca eine Idee er würde sich in der Stadt umschauen und nach jemanden suchen der einen Knecht braucht. Kaum zu Ende gedacht schon auf der Suche gewesen. Er ging durch die Gassen schaute in Tavernen rein. Fragte bei verschiedenen Herren an ob sie einen Knecht brauchten doch keiner brauchte einen. Als er schon kurz davor war wieder zurück ins Zuber Zelt zu gehen und vor der Taverne zum blutigen Helm stand wurde er von einer jungen Dame angesprochen die neben ihm Stand. Luca drehte sich um und sah vier groß gewachsene und mit Perlenketten geschmückte Nordleute vor sich. Es war eine junge Dame die zu ihm sprach und ihn noch mal nach seinem Namen fragte. Luca sagte ihnen seinen Namen und sie fingen an zu lachen. Sie sagten Luca sei ein Frauenname und würde nicht zu ihm passen. Luca sagte ihnen das es der Name sei den er von seiner Herrin bekommen hatte. Ihm selbst sei es egal wie er genannt wird Hauptsache jemand redet mit ihm. Als sie aufgehört hatten zu lachen fragte die junge Dame was er denn hier so alleine in der Stadt mache und er würde wohl nach was suchen. Das war Lucas Moment: er hat gesehen, dass sie Geld haben musste also kann es sein das sie einen Knecht braucht und dafür dann auch Lohn raus springen würde. Luca sagte ihr das er gerne als Knecht anfangen würde zu arbeiten und deshalb auf der Suche sei nach jemanden der ihn einstelle. Sie musterte ihn von oben bis unten und fragte ihn, was er denn so kann. Er erzählte ihr, was er so alles die letzten Jahre gemacht hat und sah in ihren Augen ein Blitzen erscheinen was er vorher nur von Leuten gesehen hat denen eine Idee in den Sinn gekommen ist Geld zu verdienen. Sie sagte zu ihm er solle mit kommen ins Lager dort würde sie schauen ob er zu was zu gebrauchen ist. Luca ging mit der kleinen Gesandtschaft zurück in ihr Lager, wo er andere Sippen der Nordleute kennenlernte. Sie gingen alle in ein großes Zelt wo in der Mitte ein großes Feuer brannte. Es war hell und schön warm gewesen. Luca sah sich um und sah wie seine neue Herrin mit jemandem am diskutieren war. Sie sah nicht gerade glücklich aus.

Das Ende der Feste war gekommen und Luca ging mit seiner neuen Herrin aufs Schiff wo er ihr folgte auf ihren Hof um dort ein neues Leben anzufangen.
Nach einigen Monden auf dem Hof ging es zum Winterthing auf die Fjoreburg.

Dort traf Luca auf einige große Sippen und konnte auch den Rest der Stier Sippe kennenlernen. Doch es gab auch Ärger mit Svanja und so verließ Luca den Hof von ihr wieder recht schnell und fand bei Arsol eine neue Anstellung. Doch vorher musste er noch die Saat auf Svanjas Hof säen und bekam es zu spüren, dass Svanja nicht glücklich darüber war, dass Luca zu Arsol ging. Auch Lukka die Magd von Svanja ließ es Luca spüren das sie nicht froh drüber war dass er zu Arsol ging. So ging es auf die Fenriswacht und Luca zu Arsol an den Hof.

Auf der Fenriswacht konnte Luca zeigen, wie gut er kochen konnte und dass er mit dem Bogen den Arsol ihm gegeben hat auch umgehen konnte, er war froh gewesen wieder einen Bogen in der Hand zu haben. Er lernte auch Fannar besser kennen und sie hatten einigen Spaß daran sich gegenseitig zu beweisen, wer der bessere Schütze von beiden ist. Die Fenriswacht ging viel zu schnell vorbei und Luca verabschiedete sich von Lukka die immer noch sauer auf ihn war und das, so dachte Luca noch für längere Zeit anhalten wird.

Auf Arsols Hof angekommen lernte er Arsols Bruder kennen. Er half am Hof so gut er konnte und lernte immer mehr was für Arsol wichtig war und worauf es ihr am Hof ankommt. Nach ein paar Monden ging es für Arsol und Luca auf Fahrt nach Luxburg. Für Luca war es die Fahrt um sich zu beweisen und zeigen was er kann. Er kümmerte sich morgens ums Feuer und kochte ein paar Mal für alle die mit auf Fahrt waren. Die Angriffe auf die Expedition waren heftig und es gab viele Verluste, aber auch schöne Momente am Lagerfeuer oder auf Wanderungen durchs Land um Schätze und Münzen zu finden oder zu erbeuten.

Aber auch Verletzte gab es in den eigenen Reihen so wurde Luca bei einem Angriff überwältigt und konnte sich nur durch eine wüste Prügelei am Boden sich zu Wehr setzen und somit sein Leben retten. Er hatte danach, so dachte er ein paar Prellungen an den Rippen, ob er da richtig mit liegt? Auch Arsol wurde beim letzten Kampf verletzt und Luca kümmerte sich um sie bis es ihr wieder so weit gut ging.