Geboren wurde ich in einem kleinem Fjord in Schweden.
Los war da so gut wie überhaupt nichts, außer dem Fischfang. Nun, mit diesem sollte ich ebenso meinen Lebensunterhalt bestreiten. Das Meer war hart, unnachgiebig und stets launisch doch sollte mir das Meer bald mehr zur Heimat werden als der langweilige Hof auf dem ich geboren wurde. Meine zweite Liebe entdeckte ich bei der Jagd. Das Jagen mit dem Bogen übte eine so große Faszination auf mich aus, dass ich bald immer weiter umher streifen musste um mehr jagdbares Wild zu finden. Selbst Wölfe und sogar einen Bären brachte ich mit meinem Bogen und mit großem Glück zur Strecke.

Doch mit dem beschaulichem Leben war es eines Tages vorbei. Streitigkeiten von zwei mächtigen Herren bleiben selten auch unter diesen. Es werden immer mehr Leute beteiligt und mehr Blut vergossen.
So traf es schließlich auch unseren Hof, als wir gerüsteten Landsleuten Unterschlupf für die Nacht und den wütenden Sturm gewährten. Der Hof wurde des nächtens überfallen, meine Eltern meine Brüder und sogar meine kleine Schwester wurden getötet. Die Unterschlupfsuchenden wurden ebenfalls bis auf den letzten Mann ausgelöscht. Der Hof brannte während des Kampfes nahezu völlig nieder und alles Vieh verendete in den Ställen. Von den Angreifern überlebte allerdings auch niemand.
Als ich die Überreste meiner Familie beerdigt hatte nahm ich mir von den Toten was ich brauchte und zog auf eigene Faust los um diejenigen zu strafen die hinter dem Angriff steckten.
Bald traf ich auf gleichgesinnte und wir formten eine Jagdgruppe. Wir hatten ungefähr 2 Jahre
Erfolg. Es war ein Leben auf Messers Schneide und es hat Spaß gemacht! Dort lernte ich auch mit einem Schwert und anderen Waffen umzugehen, dennoch ziehe ich den Bogen vor.
Wir waren eine gute Gruppe, jeder hätte dem anderen sein Leben anvertraut, bis wir in einen Hinterhalt gerieten aus dem niemand außer mir entkam und auch das nur, weil 2 Kameraden Schläge einsteckten die für mich bestimmt waren. Ich musste fliehen, doch bevor ich das Land auf einem Schiff verließ schickte ich einen letzten gefiederten Gruß auf die Reise. Der Verantwortliche des Ganzen starb qualvoll mit einem Pfeil in der Lunge. Meine Kameraden waren gerächt. Die beiden Usurpatoren hole ich mir an einem anderem Tag. Aber erstmal hieß es Überleben!

Den Sommer über war ich auf Fahrt und es war gut. Frischer Wind, das weite Meer und Beute! Doch der Winter kam, wie er immer kommt.
Es verschlug mich auf einen Kackfelsen namens Fjoreholm. Doch alles Pech bedeutet auch Glück, denn zu dieser Zeit wurden dort Vorbereitungen für ein Thing getroffen und helfende Hände wurden benötigt. Ich suchte mir Arbeit und ein Mann namens Bjarke gab mir welche in seinem „Badehaus“ das er zusammen mit seinem Partner betrieb. Die Arbeit ging mir leicht von der Hand und Bjarke war trotz seines Beinamens „Bastard“ ein guter Mann. Schließlich leistete ich ihm den Treueeid. Bis heute bereue ich es nicht!
Er hatte zum damaligen Zeitpunkt noch keinen Hof und dennoch zog ich mit ihm und seiner Magd Hlif durch die Lande. Oftmals trennten sich auch unsere Wege, aber wir trafen uns immer an vorbestimmten Orten wieder, stritten in einem merkwürdigen Land unter dem Bitterbaum oder hielten in langen Nächten Wacht. Vor kurzem begleitete ich Bjarke erneut auf das Thing der Nordleute und fuhr mit ihm wieder in das Land in dem der Bitterbaum stand. Diesmal ging es gegen Hel höchstselbst! Wir hatten Glück mit heiler Haut davongekommen zu sein und dennoch haben wir uns wacker geschlagen! Die Hornwaller sind ein nettes Völkchen, rauh und herzlich. Das durfte ich erfahren, als wir uns mit neuem Proviant eindecken mussten, da unserer über Bord ging. Verdammter Sturm.
Ich habe meinen Spaß. Bjarke ist alles andere als langweilig und recht streitlustig. Hah! Auf was das Leben noch so bringen mag!