Luca Pasacson

Luca verließ schon früh den heimischen Hof, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Er probierte, als Knecht bei dem einen oder anderen Herren zu dienen und konnte auch bei einem recht gut gestellten Vogt in der Nähe seiner Heimat Praha für ein paar Jahre dienen. Es waren nicht immer gute Zeiten gewesen. Aber er lernte, wie der Adel lebte und wie man in einer Stadt überlebte. Doch dann kam der Krieg und alles änderte sich. Die Länder wurden übernommen und er musste fliehen. Nach ein paar Monden, in denen er sich gerade so am Leben halten konnte, nicht wusste, wann er wieder was zu essen bekommt, und von einer Gosse und Hintertür zur anderen lebte.

Als er wieder einmal von einer Stadt zur nächsten ging, um da sein Glück zu suchen, überholte ihn eine Truppe von Gauklern und Spielmännern. Darunter war auch ein doch recht großer Zuber, der im Tross mitfuhr. Eine ältere Frau mit vom Wetter gegerbter Haut rief ihm zu, was er so alleine auf der Straße mache und ob er Arbeit suche. Das war seine Chance und er nahm diese Arbeit an. Er fuhr viele Jahre von Stadt zur Stadt und lernte immer mehr dazu, wie es in diesen Städten so abläuft. Wie man auch neben der normalen Arbeit im Zuber ein paar Kupfer unter der Hand verdienen konnte. So gingen die Jahre ins Land. Leider ging es dem Zuber immer schlechter und die Verdienste blieben teilweise aus.

Da geschieht es, das Luca in einer Stadt namens Neu Ostringen zum Röde Thjur fand und dort große Geschichten erzählt bekam, wie toll es doch auf diesen Fahrten sei. Er kam zu guter Letzt an den Hof von Arsol, wo er seine neue Heimat gefunden hat. Er schwor Arsol und dem Thjur die Treue. Inzwischen hat er sich mehrfach bewiesen, und so wurde er von Arsol zur Rechten Hand ihres Hofes ernannt und sollte diesen nach ihren Vorgaben in ihrer Abwesenheit führen und leiten.